Angela Merkel als Orthopädie-Technikerin

8. März 2013
 
Angela Merkel als Orthopädie-Technikerin
 
Handarbeit: Otto Kentzler, Präsident des ZDH, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Klaus-Jürgen Lotz, 
Präsident des BIV für Orthopädie-Technik.
 
München. Angela Merkel scheint nicht nur in ihrer Funktion als Bundeskanzlerin, sondern auch als 
promovierte Physikerin vom Handwerk der Orthopädie-Technik fasziniert zu sein. Sichtbar 
interessiert ließ sie sich auf der Internationalen Handwerksmesse die Bauweise einer SportProthese erklären und betonte die gesellschaftlicheBedeutung dieses Gewerks. 
„Es steckt viel Handwerk in diesen Hightech-Prothesen“, ist Angela Merkel überrascht, während sie 
mit Inbusschlüssel und geübter Hand eine Sport-Prothese zusammen schraubt. Den anwesenden 
paralympischen Athleten drückt die Kanzlerin ihre Anerkennung für die sportiven Leistungen aus. 
Bei den Paralympics in London 2012 leisteten Orthopädie-Techniker aus 20 Ländern ehrenamtlich 
10.648 Arbeitsstunden in der Werkstatt des olympischen Dorfs. Auch durch diese Unterstützung 
feierte die Welt erstmals ein Sportfest auf Augenhöhe mit der Olympiade der nicht behinderten 
Sportler. 
Klaus-Jürgen Lotz, Präsident des Bundesinnungsverbandes für Orthopädie-Technik, verweist auf die 
wichtige Funktion des Handwerks auch abseits des Spitzensports: „Wir arbeiten nicht nur für, 
sondern mit den Menschen, um für eine höhere Mobilität und Lebensqualität zu sorgen. Es ist 
wichtig für uns alle, dass verunfallte oder gehandicapte Personen aller Altersklassen am Leben 
teilnehmen können und nicht außen vor bleiben. Jeder sollte die Chance haben, selbstständig seinen 
Haushalt zu organisieren, seinem gelernten Berufs nachzugehen oder seine sozialen Kontakte zu 
pflegen.“ 
Das kann nur im Sinne der Bundeskanzlerin sein. Unddie Physikerin Angela Merkel ist von der 
technischen Reife moderner Orthopädie-Technik offensichtlich angetan.
 
(C) Foto BIV-OT